Jenseits des Gewöhnlichen

Über uns – Bestattungshaus Ammendorf

Der Weg in die Bestattungsarbeit ist selten geplant – oft ist es das Leben selbst, das ihn weist. Auch für mich begann dieser Weg unerwartet: Mit dem Umzug in eine neue Wohnung am Lutherplatz, in deren Haus sich ein Bestattungsinstitut befand. Begegnungen mit den dortigen Mitarbeitenden ergaben sich fast von selbst.

Wie viele Menschen habe auch ich mich dem Thema Tod zunächst mit Zurückhaltung genähert. Wer setzt sich schon gern zu Lebzeiten mit Vergänglichkeit auseinander? Doch durch die einfühlsame, respektvolle und zugleich offene Art des Bestatters Sven Kettler verlor dieses Thema für mich seinen Schrecken – und weckte schließlich mein Interesse an diesem besonderen Beruf.

Aus anfänglichen Gesprächen entwickelte sich eine Freundschaft und später eine gemeinsame berufliche Zeit, die mich nachhaltig geprägt hat. In diesen Jahren durfte ich viel lernen – über Verantwortung, Menschlichkeit und darüber, wie wichtig ein würdevoller Abschied für die Hinterbliebenen ist. Auf seine Anregung hin erweiterte ich meinen Wirkungskreis um das Verfassen und Halten von Trauerreden – ein Schritt, für den ich heute sehr dankbar bin.

Es war ein langer Weg, zu lernen, Worte so zu wählen, dass sie den Schmerz der Angehörigen nicht vergrößern, sondern Trost spenden und einen würdevollen Abschied ermöglichen. Oft gilt es, die Wünsche vieler Angehöriger und Freunde in einer zeitlich begrenzten Rede zu vereinen – eine Aufgabe, die jedes Mal neu herausfordert und die ich mit großem Respekt übernehme.

Menschen gehen immer zu früh – unabhängig von ihrem Alter. Wir können den Zeitpunkt nicht bestimmen, doch wir können entscheiden, wie wir erinnern. Ob wir die gemeinsamen Erinnerungen als schmerzlichen Verlust oder als dankbares Geschenk annehmen.

Mit dem Bestattungshaus Ammendorf ist ein Ort entstanden, an dem genau diese Haltung gelebt wird. In belastenden Zeiten können Sie auf meine Unterstützung zählen – aufmerksam, ehrlich und mit dem Anspruch, jedem Leben einen würdevollen letzten Rahmen zu geben.

Ich bin gern in den schweren Stunden des Abschiedes für Sie da.

Ihr Karsten Bär